Foto: Christine Gevers
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Geschichte der Kirche

 

Die St.-Ansgar-Kirche wurde am 3. August 1963 vom Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen geweiht. Die Grundsteinlegung fand ein Jahr zuvor am 29.09.1962 statt. Architekt der Kirche war Dieter Philipp aus Braunschweig.

Das Kirchengebäude ahmt die hiesigen Bauten für die Heidschnucken nach, den Schafstall. Für die Höhe von 15 m waren sehr kräftige Stützen erforderlich - die schweren Stahlträger sind sehr beeindruckend.

Finanziert wurde die Kirche durch das Bistum Hildesheim, den  Bonifatius-Verein sowie den Kirchbauverein der damaligen katholischen Kirchengemeinde Schneverdingen.

 

Zum Namenspatron der Kirche wurde der Hl. Ansgar ausgewählt: Der als „Apostel des Nordens“ verehrte Benediktiner-Mönch (geb. 801) baute 829 die erste christliche Kirche Skandinaviens.

831 wurde er mit der Leitung des neu gegründeten Erzbistums Hamburg beauftragt. Er gründete in Hamburg eine Schule sowie ein Kloster und ließ die dreischiffige hölzerne Marienkirche errichten.

Nach der Plünderung Hamburgs durch die Wikinger wurde Ansgar zum Bischof von Bremen ernannt. 851 nahm er die Missionsarbeit in Schweden wieder auf und leitete von Bremen aus das Missionswesen der Nordländer. Er gründete drei Klöster und vollendete in Bremen eine Steinkirche. Dort starb er am 3. Februar 865. Somit wird jeweils am Samstag nach dem 3. Februar das Patronatsfest der St.-Ansgar-Kirche gefeiert.


Foto: Christine Gevers
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Das Altarmosaik

 

Passend zum äußeren Gebäude in Form eines Schafstalles wird die östliche Giebelwand von einem großen Mosaik geziert: Jesus, der gute Hirte.

Bei diesem Anblick kann man sich in den Psalm 23 vertiefen: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen…..

 

Entworfen wurden das Altarbild und die nachstehend beschriebenen Glasfenster von Schwester Ehrentrud Trost von der Benediktinerinnen-Abtei in Varensell bei Gütersloh. Gearbeitet wurden sowohl Mosaik als auch die Glasfensterwand in der Glasmalerei und Mosaikwerkstatt C. Bernhard in Telgte.


Foto: Christine Gevers
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Die Glasfenster

 

Farbenfroh und leuchtend werfen die  Glasfenster bunte Lichtreflexe in den Kirchenraum.

Suchen Sie aber bitte keine verschlüsselten Bilder in den Fenstern - es ist reine Lust an Formen und Farben, die vor allem bei Sonnenschein das Herz erfreut. 


Foto: Christine Gevers
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Der Altar

Der Altar ist der Ort der Eucharistiefeier (Kommunion, Abendmahl). Hier wird  die Wandlung von Brot und Wein zum Leib und Blut Christi vollzogen.

 Gefertigt wurde der Altar aus dunklem Marmor. Bei der Weihe (Konsekration) durch  Bischof Heinrich Maria Janssen wurden Reliquien der Märtyrer Justin und Virginia beigesetzt und der Altar mit Chrisam-Öl gesalbt.


Foto: Christine Gevers
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Der Tabernakel

 

Im Tabernakel (lateinisch tabernaculum = „Hütte, Zelt) werden nach der Eucharistiefeier die konsekrierten Hostien aufbewahrt.

Der Tabernakel ist eine Spende von Schülern des Gymnasiums Laurentianum in Warendorf.

Ein rot-blau gehaltenes Emaille-Band symbolisiert den Tisch des Abendmahls, zwölf Bergkristalle die Apostel.

 

Früher befand sich der Tabernakel auf dem Altar. Im Rahmen der liturgischen Änderungen durch das 2. Vatikanische Konzil wurde er an die jetzige Stelle umgesetzt.


Foto: Christine Gevers
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Der Marienaltar

 

An der Nordseite der Kirche befindet sich die kleine Marienkapelle mit einer geschnitzten Madonna mit Kind aus Oberammergau.

Das Hintergrundbild schuf Vera Möllers-Mauri, eine Künstlerin aus der Pfarrgemeinde. Wer genau hinschaut, entdeckt in diesem Bild den gesamten Text des Gebetes „Ave Maria“ (Gegrüßet seist du, Maria...).

Am Marienaltar werden auch oft Kerzen entzündet. Sie sind ein Symbol für besondere Gebetsanliegen, welche an die Gottesmutter als Fürsprecherin gerichtet werden.


Foto: Christine Gevers
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Der Taufstein

 

Der Taufstein ist wie der Altar aus dunklem Marmor gefertigt. Die Wasserschale wird abgedeckt von einem bronzenen Deckel.

Dieser wurde von dem Kölner Bildhauer Toni Zenz geschaffen und zeigt Jesus, der von Johannes im Jordan getauft wird.

 


Foto: Christine Gevers
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Die Orgel

 

Die Orgel wurde am 13. Dezember 1969 durch Domkapitular Dechant Herbert Höbbel aus Celle feierlich eingeweiht.

 

Gebaut wurde das Instrument von der Firma Alfred Führer in Wilhelmshaven.  Die Stimmen der Orgel sind verteilt auf Hauptwerk (1. Manual, 8 Register), schwellbares Brustwerk (2. Manual, 7 Register) und Pedal (6 Register).

 

Die Bedeutung der Orgel als traditionelles Musikinstrument wird im 2. Vatikanischen Konzil besonders hervorgehoben: „Ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“.


Foto: Christine Gevers
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Der Glockenturm

 

Der Glockenträger hat die gleiche Form wie die Kirche. Die drei bronzenen Glocken wurden im Dezember 1999 bei der Firma Bachert in Heilbronn gegossen. Sie tragen die Namen Maria (500kg, Ton a‘), Hariet Christina (343 kg, Ton c‘‘) und Ansgar (252 kg Ton d‘‘). Finanziert wurde der Glockenturm durch die großzügige Spende eines Gemeindemitglieds.